Seminarprogramm

Eine optimale Symbiose aus Theorie und Praxis bietet das "Praxisseminar Fabrikplanung", das vom Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gGmbH und vom Institut für Fabrikanlagen und Logistik (IFA) der Leibniz Universität Hannover angeboten wird. Das zweitägige Grundlagenseminar setzt sich aus Fachvorträgen, Workshops und Praxisbeispielen zusammen. Der Schwerpunkt dieses Fortbildungsseminars ist die Weiterbildung von Führungskräften und Fachleuten im Bereich der Fabrikplanung, die unter anderem die Layoutplanung, die Lagerplanung sowie die Materialflussplanung umfasst. Betrachtet werden dabei alle Planungsfälle von der Restrukturierung über die Erweiterung bis hin zur Neuplanung einer Fabrik.

Theorie: Grundlagenwissen zur Fabrikplanung

In Fachvorträgen erhalten die Teilnehmer einen theoretischen Überblick über den Ablauf eines Fabrikplanungsprojekts. Die Fabrikplanungsexperten des IFA und des IPH vermitteln Grundlagenwissen auf folgenden Gebieten:

Ob Neuplanung, Erweiterungsplanung oder Reorganisation: Jedes Fabrikplanungsprojekt beginnt mit einer gründlichen Analyse. In diesem Schritt werden zum einen Zielfelder festgelegt und priorisiert: Wie wichtig sind beispielsweise effiziente Materialflüsse, Wandlungsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Transparenz in der neuen Fabrik? Zum anderen werden Daten zur Ist-Situation erhoben, etwa zum aktuellen Produktionsprogramm, zur Logistik und zu Prozessabläufen. Dabei kommen unter anderem Methoden wie die ABC-Analyse oder die Wertstromanalyse zum Einsatz. Die Fabrikanalyse ist meist der zeitaufwendigste Teil eines Fabrikplanungsprojekts. Sie schafft die Grundlage für alle folgenden Schritte.

Welche Bereiche gibt es in der Fabrik und wie stehen diese in Beziehung zueinander? Diese Fragen zu beantworten ist Ziel der Strukturplanung. In diesem Schritt entsteht zunächst eine abstrakte Gliederung der neuen Fabrik. Die konkrete Planung beginnt im Anschluss.

Fertigung, Montage, Wege, Büros: Welche Bereiche in der Fabrik wie viel Platz benötigen, wird bei der Dimensionierung bestimmt. Dabei kommt es auf die richtige Balance zwischen Effizienz und Wandlungsfähigkeit an. Einerseits soll kein Platz verschwendet werden, andererseits soll es möglich sein, die Fabrik bei Bedarf aufwandsarm umzuplanen. Das ermöglicht eine modulare Flächenplanung.

Die Dimensionierung der Lagerflächen ist ein eigenständiger, wichtiger Schritt: Wie viel Platz wird für Stellflächen und Puffer benötigt? Auch hier kommt es auf die richtige Balance an: Wird zu wenig Pufferfläche eingeplant, wird die Produktion anfällig für Störungen, ist das Fertigwarenlager zu klein, leidet der Servicegrad und Kunden müssen lange auf Bestellungen warten. Wird dagegen zu viel Lagerfläche eingeplant, wird unnötig Kapital gebunden – das verursacht Kosten.

Sobald klar ist, welche Flächen benötigt werden, kann die Layoutplanung beginnen – also die Anordnung von Maschinen, Büros und Lagerflächen innerhalb der Fabrik. Das optimale Layout kann für jedes Unternehmen anders aussehen und hängt unter anderem von den Restriktionen und den zuvor gesteckten Zielen ab – stehen effiziente Materialflüsse an erster Stelle oder soll die Wandlungsfähigkeit fokussiert werden? Existiert bereits ein Fabrikgebäude, sind bei der Layoutplanung eine Vielzahl der Restriktionen fest vorgegeben. Dazu gehören etwa Säulen, tragende Wände oder Anschlüsse für Strom und Wasser.

In der Regel werden in einem Fabrikplanungsprozess mehrere Layoutvarianten entwickelt. Diese werden im letzten Schritt miteinander verglichen und bewertet – anhand der Kriterien, die in der Analysephase festgelegt wurden. Im Seminar erfahren die Teilnehmer, mit welchen Methoden sich Fabriklayouts bewerten lassen und wie jedes Unternehmen das Layout identifizieren kann, das zu seinen Bedürfnissen passt.

Praxis: Gelerntes anwenden und Wissen vertiefen

Der Praxisanteil nimmt im Fabrikplanungsseminar viel Raum ein. Hier können die Teilnehmer das erworbene Wissen sofort anwenden und vertiefen. Die theoretischen Grundlagen werden ergänzt durch:

Workshops

Im Praxisseminar planen die Teilnehmer eine Fabrik für ein fiktives Unternehmen anhand einer Fallstudie. Die Fallstudie besteht aus fünf Workshops, die unmittelbar auf den Fachvorträgen des Theorieteils aufbauen. Folgende Themen werden in den Workshops behandelt:

  • Strukturplanung
  • Dimensionierung
  • Lagerplanung
  • Layoutplanung
  • Layoutbewertung
Praxisvorträge

Jedes Fabrikplanungsprojekt ist einzigartig – und doch ist es sinnvoll, von Best-Practice-Beispielen zu lernen. Deshalb sind Vorträge aus der Praxis ein wichtiger Teil des Seminars. Als Referenten unterstützen erfahrene Fabrikplaner, Unternehmer und Architekten, die bereits erfolgreich Fabriken geplant, restrukturiert oder erweitert haben.

In zwei Tagen die Grundlagen der Fabrikplanung erlernen

Nach dem Seminar haben die Teilnehmer

  • ein Gefühl für den Prozess einer Fabrikplanung bekommen
  • das standardisierte Vorgehen zur Fabrikplanung verstanden
  • erfahren, wie sie ihr konkretes Fabrikplanungsprojekt angehen sollten
  • Best-Practice-Beispiele gehört, an denen sie sich orientieren können
  • Antworten auf ihre konkreten Fragen erhalten
  • vom Erfahrungsaustausch mit anderen Teilnehmern profitiert

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Sie möchten am Praxisseminar Fabrikplanung teilnehmen? Dann melden Sie sich hier für den nächsten Termin an. Bei Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

 

Teilnehmerstimmen

‚‚Wie man einen neuen Standort plant, den Lean-Gedanken umsetzt und Prozesse so effizient gestaltet wie möglich – das wollten wir wissen, als wir uns für das Fabrikplanungs-Seminar angemeldet haben. Wenn man auf der grünen Wiese plant, hat man natürlich sehr viele Möglichkeiten. Das Seminar hat uns gezeigt, wie man sich Schritt für Schritt an das optimale Resultat herantastet.‘‘

Tiziano Dorigo, Head of Projects and Move & Change, IWC Schaffhausen

Ansprechpartner

Henrik Prinzhorn
M. Sc.

IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

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